Die Philosophie der Entstehung

Öko-Kunstbank

„Mein Anliegen ist es künstlerische Werke aus einem prozessualen Geschehen heraus zu entwickeln, ich liebe es direkt aus dem Material heraus zu arbeiten. Meine Erfahrungen des künstlerischen Prozesses möchte ich an andere Menschen weitergeben.“


Die Kunst-Bank entwickelte sich aus einem langen Prozess heraus. Zwei wichtige Grundgedanken haben sich weiterentwickelt, verfestigt und sich letztlich durchgesetzt. Objekte zu schaffen, die den Respekt der Natur und damit anderen Lebewesen gegenüber zum Ausdruck bringen und die sich loseisen von der Zeit des Konsumüberflußes, der sich durch maschinell gefertigte Billigware auszeichnet, und die sich die Maxime der Profitzunahme als oberstes Ziel festgelegt hat. Durch den Konflikt der dadurch entsteht -  sinnvoller Umgang mit Ressourcen und der Respekt vor dem Leben im Allgemeinen auf der einen Seite, und der rücksichtslosen Profitoptimierung auf Kosten anderer auf der anderen - entstand die Öko-Kunst-Bank, als direkte Stellungnahme und als Beispiel dafür, dass man Schönes schaffen kann und dabei unsere Ressourcen schont. Hierfür stehen die Arbeiten von Rainer Schunder, gewöhnliche und ungewönliche Objekte, einzigartig im Design, aus Handarbeit, mit natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen aus der Region.

Skulpturen


Der Entstehungsprozess: eine nicht benennbare Idee, eine Linie, eine einmal ertastete Struktur - ein Bildfragment, verdichtet sich mit der Zeit zu einer möglichen Form, vage, oft noch unklar, bis das Material hinzukommt und präzisiert.
Manchmal ist alles schon da, im Material zu sehen, mich inspirierend, und möchte herausgearbeitet werden. Das Material selbst zeigt mir die Form, ich folge ihr begeistert. So entstehen meine Schöpfungen.

Das Material Holz ist in diesem Gestaltungsprozess wie ein Partner. Das Konzept reift nach und nach, denn der Einklang mit dem Holz und seiner inneren Form muß gefunden werden.

Das Schnitzen ist ein abtragender Prozess, nicht widerrufbar, so daß jede Entscheidung endgültig ist. Bis zum Schluss besteht die Möglichkeit des Misslingens und bis zum Schluss wird wieder und wieder überprüft und erfühlt wieviel abgetragen werden muß um die mir gezeigte Form zu vollenden.
Das Material Holz ist in diesem Gestaltungsprozess wie ein Partner. Manchmal ändert sich das Konzept im Lauf der Arbeit erheblich. So wie ich das Holz bearbeite wirkt es auch auf mich ein, so daß sich meine Vorstellungen weiterentwickeln und verändern können. Dadurch können ganz neue Ideen entstehen, welche die Objekte schließlich zu faszinierenden Kunstwerken werden lassen.
Die Lebendigkeit und Natürlichkeit des Holzes machen gleichzeitig den Reiz und das Ärgernis  mit der Skulptur aus.
Da die Linien und das Material nie vollständig dem Ideal folgen - ein Astloch hier - eine Verfärbung dort - oder gar ein Riss im Holz - wird bewusst, dass die Vollkommenheit im Rahmen unserer Existenz nicht erreichbar ist. Dennoch ist das Kunstwerk ein lebendiger Hinweis auf die Vollkommenheit von der wir träumen. Schönheit trotz Makel - Ein Hinweis auf das Sein selbst, nicht perfekt, doch form- und beeinflußbar, so wie unser Sein, an dessen Rand wir uns suchend nach der Schönheit langsam herantasten.



Denn das die Kunst elementar zum Leben gehört und kein Luxus ist , ist eine feste Maxime. Sie ist das Urbild prozesshaften Denkens und Handelns überhaupt . Mut, Entscheidungsfreude ,Wahrnehmung,Individualität ,Authenzität ,Rhythmus ,Achtsamkeit ,Respekt, Dialogfähigkeit ,- das sind nur einige der Eigenschaften welche im künstlerischen Prozess zum tragen kommen und ständig geübt werden .Wer sich auf Kunst einlässt erfährt dass das Leben Prozesshaft ist .Ich rede mit dem Material in einen Dialog .Im Kopf habe ich feste Vorstellungen die ich loslasse um neuen Ideen Raum zu geben Innovation kommt immer aus der Zukunft und ich muss mich dafür öffnen können .Unsere Gesellschaftliches Leben ist heut oftmals blockiert,kaum einer hat den Mut sich auf kreative Prozesse einzulassen.
 Kunst hat leider den Ruf Luxus zu sein aber sie ist  etwas elementares, keine Zugabe .Sie war immer da, war lange Zeit religiös geprägt .Heute ist sie freier und individueller geprägt.Das Spiel mit innen und Außen fasziniert mich,

.mit Kunst und der Natur. Es kommt mir auf die Art und Weise an wie man es macht , das Qualität und kein falsches Spektakel entsteht. Man kann Kunst nicht Unterrichten sondern nur einen inneren Raum schaffen wo künstlerisches, wo das Versteckt kreative Potenzial des Einzelnen ans Tageslicht treten kann. Dazu kommt natürlich noch das handwerkliche.

http://hessenschau.de/tv-sendung/video-25634.html